December 2003 - Posts

Als das Buch "Jetzt lerne ich ADO.NET" von Christian Weyer und mir im September erschienen ist, hatten wir schon geplant, dazu eine "Lesereise" als PR-Veranstaltung zu machen. Leider ist durch verschiedene Umstände letztlich nur eine "Lesung" daraus geworden, dir wir gestern in der Buchhandlung Lehmann´s in Hamburg gehalten haben.

Natürlich haben wir aber nicht vorgelesen. Stattdessen haben wir mehr als 2 Stunden live coding gezeigt. Das Beispiel einer kompletten Anwendung aus dem letzten Kapitel unseres Buches für eine Pizza-Service-Applikation wollten wir vor den Zuschauern programmieren. Vorbereitet hatten wir extra nur eine DIN A4 Seite mit einigen Anforderungseckdaten. Der Rest sollte live geschehen. Wir hatten die Realisierung auch nicht geübt, um möglichst authentisch zu sein. Und das waren wir dann auch :-) Die Zeit lief uns aus dem Ruder, wir haben am Ende nur ca. 30% vom gesteckten Ziel realisiert und beim Implementieren "zog Nebel auf" (d.h. uns fielen einige Details der Implementation nicht so schnell ein, wie wir es gern gesehen hätten).

Alles in allem war die "Lesung" eine waghalsige, aber gelungene Fahrt durch einige Stromschnellen. Die Teilnehmer waren zufrieden und gaben ein sehr lockeres Publikum ab. Ca. 50 Zuschauer waren gekommen und hielten tapfer bis zum abschließenden gemeinsamen Pizzaessen durch.

Auch wenn die Anwendung nicht fertig geworden ist, haben wir unser Ziel aber doch erreich (wie das Spontanfeedback ergab): Die Teilnehmer haben einen ungeschönten Blick auf den Umgang mit dem .NET Framework bekommen. Dem häufigen "feature fucking" in Vorträgen - detaillierte Darstellung einer Technologie ohne Zusammenhang - haben wir eine integrierende Sicht entgegengesetzt. Und nicht nur das: Wir konnten auch vermitteln, dass man sich in Situationen, in denen man scheinbar in einer Sackgasse ist, helfen kann. (Dafür sind genügend Pannen passiert. ;-)

Um den Tag bei Lehmann´s gut zu nutzen, hatten wir vor der "Lesung" auch noch eine Sprechstunde: Als .NET Doctors hatten wir unsere Praxis bezogen und haben Interessenten Fragen zur .NET Programmierung beantwortet. Der Andrang von 17:30-19:00 war unerwartet stark. Es hat Spaß gemacht.

Alles in allem eine sehr wiederholenswerte Veranstaltung: Die Organisation durch Lehmann´s war vorbildlich und der Verlag Mark+Technik hat leckere Pizza spendiert.

Mal schauen, wo die .NET Doctors - die ja eigentlich die .NET Twins sind - demnächst ihre Sprechstunde abhalten werden? Darüber müssen wir jetzt einmal nachdenken...

 

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4. Drehtag: Heute noch schnell an zwei Außenlocations gedreht. Die Konzentration auf den Text an einer Supermarktkasse war dabei allerdings nicht ganz so einfach. Am Ende hat es aber hingehauen.

Jetzt sitzen wir beim Schneiden in etwas gemütlicherer Atmosphäre als der erste Drehtag im Regen noch vermuten ließ. Auch dotnet.tv II hat also ein gutes Ende.

Der Mac, auf dem wir schneiden, muckt auch nur gaaaanz wenig. Bisher ist der Rohschnitt gemacht, jetzt feilen wir die einzelnen Takes auf ein Minimum herunter. Dann der Feinschnitt mit Einsetzen der Übergänge zwischen den Takes.

Für den Schnitt haben wir es uns nach den beiden Außendrehs nun in einem Café gemütlich gemacht. Ein wenig Trubel drumherum sorgt manchmal für sehr kreative Momente...

Sebastian bedient virtuos den Mac - genau: den! - und schnippelt die Takes zusammen...

Aber auch die Geselligkeit darf natürlich nicht zu kurz kommen. dotnet.tv ist ja schließlich ein Medium für die Community...

 

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3. Drehtag: Gestern Bildschirmszenen gedreht. Ging am Ende ganz gut, aber das richtige Setup für die Kamera usw. zu finden, war nicht so einfach. Am Ende war es dann aber wie erwartet sehr viel einfacher, alle Bildschirmeinstellungen nacheinander zu drehen, als das ewige hin&her bei der ersten Folge zwischen "Studio" und "Bildschirm". Drehbücher und Drehpläne machen doch irgendwie Sinn.

Da wir als echte Autodidakten im Sinn von "schaffen wir schon alles allein" vorher keine oder nur wenig Literatur nach dem Motto "Steven Spielberg kocht auch nur mit Wasser" gelesen haben, scheint es so, als hätten wir die Filmproduktion grad mühsam am eigenen Leibe wieder erfunden. Was man so über Film&Fernsehen aus Film&Fernsehen kennt hat, wie wir erfahren mussten, irgendwie Zweck: ein Scriptgirl, eine Regieassistenz, die Trennung von Ton und Bild usw.

Aber mit unserem begrenzten Budget muss es halt grad noch ohne gehen. Und es geht - würden wir im Moment noch sagen. Einige Verbesserungen lassen sich beim nächsten Mal auch noch anbringen, ohne das Personal zu erhöhen.

Als alter Speed Skater setzt Sebastian gleich morgens die Zeichen auf Geschwindigkeit, in dem er zum Drehort gerollt kommt. Viel ist zu tun...

Aber zuerst müssen wir die Szenen vom 2. Drehtag vom Band in den Rechner holen. Der Küchentisch scheint dafür grad der rechte Ort...

Aber nicht immer geht alles reibungslos. Ist halt ein Mac... :-)

Manchmal ist es schon gut, wenn man im Wohnzimmer nicht allzuviel stehen hat. Dann lässt es sich besser in ein Studio umfunktionieren. Hier das Setup für die Bildschirmszenen...

Posted by Ralf Westphal | with no comments
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Puh. Bis jetzt haben wir heute nur das Material von gestern auf den Schnittrechner gecaptured. D.h. wir haben alle Szenen mit allen Takes gesichtet und vom Aufnahmeband in der Digitalkamera nur die Takes gewählt, die wir in der Endfassung auch haben wollen. Keine einfache Sache, denn so ein Digiband ist ein ziemlich sequenzielles Medium. Der Zugriff dauert so seine Zeit. Und die wird auch nicht kürzer, wenn das Capture/Schnittprogramm zwischendurch mal abstürzt. Und das auf einem Mac! Ha! Wie kann das eigentlich sein??? :-)

Hier noch ein paar Stills aus dem bisherigen Videomaterial. Ohne ausführlichen Kommentar, denn wir wollen ja nicht zuviel verraten :-)

Den Glanz auf Nase und Kinn hätte kein Makeup-Künstler abdecken können :-)

Für dotnet.tv gehen wir sogar in den Untergrund...

 

Immer tiefer lassen wir uns hineinziehen in dunkle Machenschaften...

Und auch vor dem Verkauf von Lebensmitteln schrecken wir nicht zurück...

Am Ende hat uns das Laster vollends im Griff...

Aber vielleicht ist auch alles nur Fiktion? :-)

Posted by Ralf Westphal | 7 comment(s)
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Die erste Folge von dotnet.tv ist ja in der dotnetpro 12/03 erschienen. Puh, endlich ist es geschafft nach langen Jahren der Idee - unter dem Arbeitstitel "Entwickler TV" -, die Christof Sprenger (von Microsoft Deutschland) und ich gewälzt hatten, ohne leider wirklich Sponsoren dafür begeistern zu können. dotnetpro und MSDN Online fanden das Konzept eines Videos für Softwareentwickler auch cool - und wagen es nun. Sebastian Baumgartner - ein guter Freund aus München - und ich haben die erste Folge dann im Sommer gedreht.

Und jetzt ist die zweite Folge dran. Eine echte Herausforderung! Denn unser Ehrgeiz ist es natürlich, mit der ersten Folge gleichzuziehen. Das Feedback zu ihr war sehr, sehr positiv.

Dieses Mal wollen wir jedoch geplanter an die Sache herangehen. Bei der ersten Folge gab es kein Drehbuch, sondern nur ein Thema, ein paar Ideen für "Visualisierungen" und eine Digitalkamera. Diese Spontaneität hat Spaß gemacht - aber den Produktionsprozess nicht unbedingt vereinfacht. Für 25min Video haben wir insgesamt mehr als 4 Manntage aufgewandt.

Für dotnet.tv II habe ich nun also ein Drehbuch geschrieben. Keine leichte Übung, wenn man keine Erfahrung darin hat. Aber mit ein paar Gedanken zum strukturierten Vorgehen beim Dreh ist ja nichts unmöglich :-) Ein paar Eckdaten zum Drehbuch:

-50 Szenen
-33 Requisiten
-13 Locations
-3 Komparsen

Thema: Wird nicht verraten :-)

Am Freitag haben Sebastian und ich eine erste Besprechung des Drehbuchs gemacht und sind alle Szenen einmal durchgegangen. Vorher hatte ich es ihm schon geschickt, damit wir uns über die Organisation der Requisiten verständigen können. Das Ergebnis der Besprechung: Wir erkennen, dass diese Folge von dotnet.tv sehr, sehr viel mehr Aufwand enthält. Ob wir unseren Zeitplan, der eine Abgabe des fertig geschnittenen Videos bis Ende nächster Woche vorsieht, einhalten können?

1. Drehtag: Samstag, am Nikolaustag, fanden die Außendrehs statt. Natürlich zuerst bei Nieselregen, dann bei strömendem Regen :-(
Perfekte Planung ;-)

Hier ein paar Impressionen:

Vor dem Dreh der ersten Szene, die tatsächlich im Drehbuch die letzte ist. Aber das ist ja gerade Sinn der Aktion "Drehbuch": Endlich einen Plan haben, was alles gefordert ist (z.B. Locations), und dann alle Szenen in eine Reihenfolge bringen, dass der Drehaufwand minimiert wird.

Mit dotnet.tv kommt man schon etwas aus der Puste. Zumindest wenn man sich um die Requisiten selbst kümmern muss. Hier: ein aufblasbarer Globus. Wir haben mitten auf dem Odeonsplatz in München gedreht - und nur mit Mühe ein Verkehrschaos verhindern können, also uns der schöne Globus einmal vom Wind vor die Autos geblasen wurde.

Vom Wetter unbeeindruckt waren offensichtlich nicht nur wir, sondern auch einige Tausend Fußballfans im Olympiastadion. Das Bild zeigt Sebastian - der für die Technik/Kamera zuständig ist - auf dem Aussichtshügel des Münchener Olympiazentrums. Dort haben wir die vorletzte Szene gedreht.

Moderne Technik macht Aufnahmen zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter möglich: Die Digitalkamera ist sehr klein&handlich und mit dem Lichtaufsatz konnten wir sogar die früh einsetzende Dunkelheit aufhellen. Danach waren wir aber bedient: Klitschnass haben wir uns ins Auto geflüchtet, um bei heißem Tee und weihnachtlichen Dominosteinen das gefilmte Material von der Kamera in den Rechner zu holen.

 

2. Drehtag: Heute, am Sonntag, haben wir die Studioszenen gedreht. Das Wetter war passenderweise blendend.
Perfekte Planung ;-)

Ein Wind&Wetter-Drehtag - auf den dann für Sebastian noch eine kleine Party bei Freunden gefolgt ist - hinterlässt so seine Spuren. Fitness für den zweiten Drehtag will sich trotz Sonnenschein nicht gleich einstellen beim morgendlichen "Kickoff-Frühstück".

Und auch ich ruhe mich noch ein wenig zwischen einige Requisiten aus... An den Frosties durfte ich mich aber nicht vergehen. Die haben wir noch für eine Szene gebraucht.

Im "Studio": Freunde von Sebastian haben uns ihr Büro für die Studioszenen zur Verfügung gestellt. Darin einen geeigneten Platz für "das Studio" zu finden, war dann aber nicht so einfach. Wir mussten sehr auf die Lichtverhältnisse achten, da wir annehmen mussten, die Sonne würde über die Drehzeit weit wandern und am Ende würde wohl nur künstliches Licht übrig bleiben.

Nach den Studioszenen haben wir uns zum Abschluss noch eine Außenszene gegönnt, die wir am Samstag nicht geschafft hatten. Einige Überzeugungsarbeit hat es gekostet, den (am Ende) sehr freundlichen Komparsen zur Mitwirkung zu motivieren. Puh. Ein Glück!

Und morgen? Morgen sind wieder Innenszenen dran. Wie wird wohl das Wetter sein? :-)

Posted by Ralf Westphal | 3 comment(s)
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