Publikation: "Trends: Industrialisierung der Softwareentwicklung" in OBJEKTspektrum 3/05

"Softwareentwicklung geschieht zunehmend in einem Spannungsfeld zwischen Zeitdruck und Technologieflut. Um unter diesen Umständen verlässlich höhere Qualität zu produzieren, müssen sich Menschen und Prozesse verändern."

Den kompletten Artikel finden Sie hier...

Das Thema ist in der Linie meiner Argumentation von "On the Future of Software Development".

Comments

# re: Publikation: "Trends: Industrialisierung der Softwareentwicklung" in OBJEKTspektrum 3/05

Saturday, May 28, 2005 4:44 PM by Hermann Klinke

Sie sagen in diesem Artikel, dass die Ausbildung dieser Spezialisten gesichert werden sollte, was ich als grundlegendes Problem der Software Industrie sehe (nicht nur in Deutschland). Die meisten Leute erwarten, dass man Informatik studiert und das würde dann reichen um sofort arbeiten zu können. Das ist jedoch nicht der Fall, denn die Ausbildungsstätten (Oberstufe, Uni's...) befinden sich immernoch in den 80er Jahren wie Sie schon "On the Future of Software Development" erwähnt hatten. Neben einer Menge (meist nutzloser) Theorie werden total veraltete Technologien eingesetzt und von Software Architektur ist dort kaum zu sprechen. Ich sehe das Problem in den Lehrern/Professoren selber, die meistens das selben Studie durchgemacht hatten und es deswegen auch nicht besser wissen. Das Resultat: Nach Abschluss oder Graduation haben diese überhaupt keine Vorstellung wie man Anwendung entwickelt, die wartbar sind und die man echten Benutzern vorsetzen kann. Man muss die Ausbildung erheblich verbessern, bevor man große Änderungen erwarten kann.

# re: Publikation: "Trends: Industrialisierung der Softwareentwicklung" in OBJEKTspektrum 3/05

Saturday, May 28, 2005 5:24 PM by Ralf

@Hermann Klinke: Zum Glück gibt es doch Universitäten, die zumindest Java und sogar C# unterrichten; die Zeiten der weltfremden Einführung in die Programmierung mit "Miranda" sind zum Glück vorbei. Aber generell stimme ich Ihnen zu: "Nach Abschluss ... haben diese überhaupt keine Vorstellung wie man Anwendung entwickelt ..."

Das aber ist nicht nur ein Problem der Ausbildung, es ist ein Problem der Branche. Denn die Branche selbst ist sich nicht einig, wie man Anwendungen entwickelt. Es gibt viele Ansätze und wenig Konsenz. Derzeit scheint "Agilität" ein Konsenz zu sein - aber gibt es deshalb einen Weg, den alle/viele beschritten? Nein.

Ein zweites Grundproblem ist, dass Entwickler zuwenige Programme entwickeln und Architekten zuwenige Systeme entwerfen. Und es werden zuwenige Systeme "studiert." Jeder Einzelne liest und erzeugt zuwenig Software. Die Erfahrung der Einzelnen ist damit im Grunde für die Komplexität der Produkte zu gering. Immer wieder ist alles neu.

In der Ausbildung sollten dutzende großer Systeme auseinandergenommen werden, um zu verstehen, was daran gut oder schlecht ist. Davor steht aber die Geheimhaltung solcher Informationen durch die kommerziellen Softwareproduzenten. Und Open Source Projekte sind vor allem Infrastrukturprojekte und daher für die spätere Praxis vieler nicht so relevant.

Und in der Ausbildung (aber auch Praxis) sollten Entwickler und Architekten immer wieder in neuen Systemen involviert werden, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede durch eigene Anschauung zu sehen. Wer von der Ausbildung in eine Firma kommt, in der er die nächsten Jahre ein existierende Software warten muss, lernt nichts dazu im Hinblick auf Softwareentwicklung. Er lernt nur das Flickschustern an Systemen, die schon schlecht waren, als er noch in der Ausbildung war.

# re: Publikation: "Trends: Industrialisierung der Softwareentwicklung" in OBJEKTspektrum 3/05

Sunday, May 29, 2005 6:31 AM by Hermann Klinke

Amen.

# Publikation: "Trends: Industrialisierung der Softwareentwicklung" in OBJEKTspektrum 3/05

Wednesday, June 08, 2005 2:15 AM by florian

cool

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